5 Tipps zum Kauf einer Immobilie

5 Tipps zum Kauf einer Immobilie

Mit der Vollendung des fünfzigsten Lebensjahres sollte jeder Mensch damit beginnen, gezielt seinen Ruhestand zu planen. Dazu gehören eine sichere Geldanlage für Krisenzeiten und eine Immobilie, die zu den neuen Bedürfnissen passt.

Das Eigenheim ist mit Blick auf ein sorgenfreies Leben ein wichtiger Baustein. Wer im hohen Alter eine eigene Immobilie besitzt, der muss keine Angst vor steigenden Kosten für Miete oder Energie fürchten. Gegenüber Geldwerten und Anlagen bietet das eigene Zuhause einen relativ sicheren Inflationsschutz. Mit einer Zweitwohnung sichern sich Menschen nicht nur eine sichere Einnahmequelle durch die Vermietung, die Immobilie können sie anschließend an den Nachwuchs weitergeben. Weiterhin sind folgende Aspekte beim Immobilienerwerb in Betracht zu ziehen.

1. Wie viel Vermögen in Immobilien investieren

Für eine Immobilieninvestition sollten Verbraucher maximal 20 Prozent ihres Gesamtportfolios investieren. Sichere Anlagen haben gerade heute ihren Preis. In den vergangenen drei Jahren stieg der durchschnittliche Kaufpreis für eine Immobilie um einige Prozentpunkte. 2012 zahlten deutsche Immobilienkäufer im Schnitt 279.000 Euro, so eine Studie des Verbandes der Pfandbriefbanken (vdp). Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2009 entspricht dies einem Anstieg von über acht Prozent. Damals lag der durchschnittliche Preis für ein Eigenheim bei 258.000 Euro. Für die Finanzierung nutzen immer mehr Menschen Eigenkapital. Dieses lag in diesem Jahr bei durchschnittlich 82.000 Euro, die Höhe der Kredite bei 197.000 Euro. Vor drei Jahren lagen die Eigenmittel im Schnitt bei 67.000 Euro und die Kredite bei 191.000 Euro. Die Eigenkapitalquote sah somit einen Zuwachs von drei Prozent.

2. Wie groß sollte die Wohnfläche sein?

Laut dem Statistischen Bundesamt gönnten sich deutsche Hausbesitzer im Jahr 2010 deutlich mehr Wohnraum als 1991: Die durchschnittliche Wohnfläche wuchs von 34,9 auf 42,8 Quadratmeter an. Nach den Angaben des Instituts für Städtebau (ifs) verfügen deutsche Einwohner über folgenden Wohnraum:

  • Einfamilienhäuser mit durchschnittlich 2,5 Personen: 132 Quadratmeter
  • Mietwohnungen mit 1,7 Bewohnern: 68 Quadratmeter
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Wie viel Wohnraum angemessen ist, hängt vom zur Verfügung stehenden Budget, den individuellen Bedürfnissen und der Anzahl der Personen ab. Für Kinder ist eine überschaubare Wohnung bedarfsgerechter. Später fühlen sich Eltern auch nicht alleine beziehungsweise kleine Wohnungen lassen sich leichter instand halten.

3. Preisentwicklung für Häuser auf dem Land und in der Stadt

Weltweit gesehen flüchten immer mehr Menschen in die Stadt. Das hat einige simple Gründe: Städte besitzen ein größeres Wirtschaftswachstum, ein differenzierteres und vorteilhafteres Arbeitsangebot, ein höheres Einkommen und bessere Bildung für die Kinder aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten für die Eltern. Die Nähe zur Arbeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Wie die Studie „Wohnen in der Stadt (PDF)“ von DB Research ermittelt, entwickeln sich die Immobilienpreise und Mieten parallel zu der Anzahl der Einwohner einer Stadt nach oben. Dementsprechend entwickeln sich die Preise für Stadtwohnungen schneller, als die für Eigenheime in der Umgebung. Es gibt aber auch schrumpfende Städte, wo Immobilienkäufer von sinkenden Preisen profitieren können.

4. Nebenkosten und ihre Entwicklung

Wohnnebenkosten wie Ausgaben für Energie (warme Nebenkosten) sowie Straßenreinigung, Müllbeseitigung sowie Wasserver- und -entsorgung (kalte Nebenkosten) machen etwa ein Drittel einer ortsüblichen Miete aus. Im vergangenen Jahr stiegen die warmen Nebenkosten mit 9,5 Prozent deutlich an. In den kommenden Jahren ist mit steigenden Kosten, besonders bei den warmen Nebenkosten, zu rechnen. Immobilienbesitzer und Mieter sollten unbedingt eine Rücklage für diese Ausgaben bilden. Faustregel:

  • drei Euro pro Quadratmeter für eine maximal fünf Jahre alte Immobilie
  • neun Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung, die älter als 16 Jahre ist
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5. Den Wohnbedarf nach dem Auszug der Kinder anpassen

Nachdem der Nachwuchs auszieht, verändert sich der Wohnbedarf grundlegend. Das Empirica-Institut hat über 50-Jährige gefragt, ob sie nach dem Auszug ihrer Kinder weiterhin in ihrer Immobilie wohnen möchten. Ein Drittel zeigte Interesse an einen Umbau. Die restlichen Umfrage-Teilnehmer bevorzugten einen Umzug. Für diejenigen, die an einen Umbau interessiert sind, empfehlen wir diese Artikel:

Artikelbild: © Andresr / Shutterstock

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