Altglas richtig recyceln – So gehen Sie vor

Altglas richtig recyceln – So gehen Sie vor

Für die Produktion neuer Glasverpackungen ist Altglas ein wichtiger Rohstoff. Damit es dafür verwendet werden kann, ist aber ein ausgeklügeltes Rücknahme-System erforderlich. Aus diesem Grund sollten Verbraucher wissen, was sie im Altglascontainer entsorgen dürfen und worauf beim Recycling noch zu achten ist. Wir haben die wichtigsten Tipps zum Altglas-Recycling in folgendem Artikel für Sie zusammengefasst.

Glas: Hergestellt aus natürlichen Ressourcen

Für die Glasherstellung sind nur drei natürliche Ressourcen erforderlich:

Von Vorteil ist, dass es sich zu 100 Prozent recyceln lässt. Es kann ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und für neue Produkte verwendet werden. Damit dieser Kreislauf funktioniert, stehen in Deutschland mehr als 250.000 Altglascontainer bereit.

Was gehört ins Altglas – Und was nicht?

Allerdings werden die Sammelcontainer nicht von allen Bürgern korrekt genutzt.

Grundsätzlich gehört nur Glas, das einst als Verpackung diente, in den Altglascontainer.

Was das konkret bedeutet, zeigt die folgende Tabelle:

Gehört ins Altglas:Gehört nicht ins Altglas:
KonservengläserSteingut, Porzellan und Keramik
GetränkeflaschenTrinkgläser und Glasgeschirr
Pharmazeutische GlasbehälterVasen und Blumentöpfe
Flakons aus GlasEnergiespar- und Glühlampen
Sonstiges VerpackungsglasLeuchtstoffröhren
Fensterglas
Spiegel
Glasdekoration
Lichterketten
Autoscheiben

Auch Glaskochfelder sowie Monitorglas haben nichts im Altglascontainer verloren.

Trinkgläser und Lichterketten gehören nicht in den Container – Aber warum?

Glasbehältnisse von Kerzen, Trinkgläser oder defekte Lichterketten dürfen Sie daher nicht im Altglascontainer entsorgen. Dafür gibt es auch einen einfachen Grund: Sie gelten nicht als Verpackung. Deshalb müssen sie entweder über den Restmüll entsorgt oder auf einem Wertstoffhof abgegeben werden.

Gerade Leuchtmittel mit Glaselementen wie LEDs, Glühbirnen und Energiesparlampen gehören nicht in den Restmüll, sondern müssen auf dem Wertstoffhof entsorgt werden.

Das Glas solcher Gegenstände weist eine andere Zusammensetzung auf als Verpackungsglas. Zudem enthalten sie zusätzlich Bestandteile, die sich nicht recyceln lassen und im Recyclingprozess zu Störungen führen können.

Wohin mit blauem oder rotem Glas?

Das Altglas, das Sie im Glascontainer entsorgen, sollten Sie farblich sortieren. Das ist für die meisten Verbraucher selbstverständlich, wenn es sich um weißes, braunes oder grünes Glas handelt. Für blaues oder rotes Verpackungsglas gibt es aber keine extra Container.

Altglas, das nicht eindeutig den Farben Grün, Braun oder Weiß zuzuordnen ist, gehört in den Container für grünes Glas. Es verträgt beim Wiedereinschmelzen den höchsten Anteil an Fehlfarben.

Übrigens: Die Sammelfahrzeuge verfügen über mehrere Kammern mit Trennwänden. Die verschiedenen Glasfarben bleiben also auch nach dem Abholen weiterhin getrennt.

Was passiert mit dem Deckel?

Altglas sollte vor der Entsorgung restentleert sein. Konservengläser müssen zwar nicht ausgespült werden, allerdings sollten sie löffelrein sein. Deckel und Verschlüsse müssen nicht zwangsläufig entfernt werden. Es ist aber wünschenswert, die Deckel abzunehmen und in die gelbe Tonne zu werfen. Nichtsdestotrotz sind moderne Glasaufbereitungsanlagen in der Lage, die Deckel später auszusortieren und zu verwerten. Keinesfalls sollten die Verschlüsse abgeschraubt und auf den Container gelegt werden, denn das ist Umweltverschmutzung.

Zusammenfassung

Nur Verpackungen aus Altglas gehören in den entsprechenden Container, während Trinkgläser oder Teelichthalter aus Glas beispielsweise nichts darin verloren haben. Das Glas sollte dabei nach Farben sortiert werden, wobei rote und blaue Gläser in den Behälter für Grünglas gehören. Es ist nicht unbedingt erforderlich, die Deckel vor dem Einwerfen in den Container abzunehmen, allerdings ist es wünschenswert.

Artikelbild: Asvolas / Bigstock.com

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