Das Arbeitszimmer nach Feng Shui gestalten

Das Arbeitszimmer nach Feng Shui gestalten

Was haben Oprah Winfrey, Madonna und Bill Gates gemeinsam? Sie alle richten ihre Villen nach den fernöstlichen Prinzipien des Feng Shui ein. Dadurch soll die Lebensenergie “Chi” in optimalen Fluss gebracht werden. Gerade für das Arbeitszimmer bedeutet dies maximale Konzentration und Ruhe. Wie auch Normalbürger ihre Arbeitsumgebung in Harmonie bringen, verraten die folgenden Abschnitte.

Die Basics: wichtige Grundlagen des Feng Shui

Bei Feng Shui geht es darum, verschiedene Elemente der Umgebung so auszurichten, dass die Energie optimal fließen kann. Das soll für Harmonie und größtmögliches Wohlbefinden sorgen – ganz nach dem Motto: Besser leben mit Feng Shui.

Dabei fällt ein besonderes Augenmerk auf die fünf Elemente Holz, Feuer, Wasser, Erde und Metall. Sind diese ideal verwendet und angeordnet, dann fließt die Lebensenergie ohne Blockaden.

  • Holz ist die Farbe Grün zugeordnet. Zimmerpflanzen, grazile Holzmöbel, Bambus- und Rattan-Elemente repräsentieren das Element Holz.
  • Feuer wird durch rote und orangefarbene Gegenstände und Dekorationsartikel dargestellt. Auch Lampen, Kamine und Kerzen symbolisieren Feuer.
  • Wasser findet seinen Ausdruck besonders stark in Raumbrunnen und Aquarien. Alternativ können runde, wellenförmige Gegenstände sowie die Farben Schwarz, Blau und Violett eingesetzt werden.
  • Erde wird durch Naturmaterialien wie Stein, Leinen und Keramik symbolisiert. Auch robuste Holzmöbel stehen stellvertretend für dieses Element. Die Farben Gelb und Braun werden ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet.
  • Metall wird zwar durch Metalle, aber auch Glas und Kristalle repräsentiert. Die Farben Silber, Weiß, Gold und Grau stehen ebenfalls für dieses Element.

Wahrscheinlich bevorzugen Sie einige Elemente und Farben. Achten Sie dennoch darauf, dass alle Komponenten im Raum vorkommen.

Die optimale Ausrichtung für das Arbeitszimmer

Tatsächlich sind pauschale Aussagen zur idealen Lage verschiedener Zimmer nicht möglich. Ein Feng Shui-Berater wird diese individuell auf die jeweiligen Bewohner ausrechnen. Grob gilt jedoch Folgendes:

  • Süden: Unterstützt die Vermarktung von Ideen und Personen.
  • Südosten/Osten: Fördern die Kommunikation und Kreativität.
  • Nordwesten: Eignet sich für Entscheider, weil Durchsetzung und Organisation begünstigt werden.
  • Westen: Unterstützt das Arbeiten mit Zahlen sowie die Projektentwicklung.

Als Handwerkszeug steht im Feng Shui das Bagua zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein Raster, das auf Häuser und Gärten gelegt werden kann. Im Zentrum des Bagua steht die Lebensenergie Tai Chi. Darum herum richten sich acht Zonen beziehungsweise Lebensbereiche aus. Diese sind Karriere, Wissen, Familie, Kinder, Partnerschaft, hilfreiche Freunde, Ruhm und Reichtum. Am besten sind alle Bereiche ausgeglichen. Ist es dagegen so, dass beispielsweise der Kinderbereich außergewöhnlich viel Raum einnimmt, können Familie und Partnerschaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Falls Sie ein solches Raster nutzen wollen, dann legen Sie es immer mit den Bereichen Karriere, hilfreiche Freunde und Wissen am Eingang an. Das Arbeitszimmer könnte dann beispielsweise in der Zone für Karriere oder Reichtum liegen.

Wichtig ist, dass dem Arbeitsbereich ein eigener Raum zur Verfügung steht. Sollte das absolut nicht möglich sein, dann trennen Sie ihn so gut wie möglich vom Rest des Zimmers ab. Das Schlafzimmer ist eine Ruhestätte. Nutzen Sie es keinesfalls zum Arbeiten.

Die perfekte Arbeitsposition nach Feng Shui

Planen Sie zunächst die Ausrichtung Ihres Schreibtisches. Dazu ist es notwendig zu wissen, wie die Energie fließt. Chi kommt immer durch die Tür herein und tritt beim Fenster aus. Optimalerweise passiert dieser Fluss ungehindert. Der Arbeitsplatz wird also nicht zwischen Tür und Fenster aufgebaut.

Beachten Sie zusätzlich, dass Sie eine stabile Wand im Rücken haben. Das bietet Schutz und Sicherheit. Der Blick sollte dagegen in den offenen Raum gen Türe zielen. So sehen jeden Besucher sofort. Außerdem unterstützt ein weites Sichtfeld die Kreativität. Dagegen schränkt ein Blick gegen die Wand den Geist ein.

Ein behütetes Gefühl liefern nierenförmige Schreibtische. Sie umschließen den Körper ein wenig und bieten dadurch etwas geistigen Halt.

Damit störungsfrei gearbeitet werden kann, herrscht Ordnung. Kabelsalat fördert die Lebensenergie am Schreibtisch genauso wenig wie hohe Papiertürme. Am besten bietet das Arbeitszimmer viel Stauraum hinter Schranktüren und Schubladen.

Glasschreibtische sind moderne Symbole für Macht und Erfolg. Das mag ja sein. Aber im Feng Shui finden sie keinen Gefallen. Die Energie fällt, gemäß der fernöstlichen Lehre, durch Glasschreibtische hindurch. Sie kann nicht richtig genutzt werden. Empfehlenswert sind dagegen Arbeitsplätze aus Holz. Wobei hier auch auf die Verarbeitung zu achten ist. Scharfe Ecken und Kanten sind in der daoistischen Harmonielehre ebenfalls verpönt.

Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz

Bei Tageslicht lässt es sich hervorragend arbeiten. Das Fenster befindet sich am besten seitlich vom Schreibtisch. Bei Rechtshändern erfolgt der Lichteinfall optimalerweise von links und anders herum. Das Spiel von Licht und Schatten im Tagesverlauf liefert große Harmonie im Arbeitszimmer.

Gerade in den Wintermonaten wird es aber früh dunkel. Dann reicht das Tageslicht zum Arbeiten bereits am Nachmittag schon nicht mehr aus. Lampen sollten als einzelne Inseln über den Raum verteilt sein. Die große Deckenlampe als einzige Lichtquelle ist nicht ideal. Arrangieren Sie dagegen Schreibtischlampe, kleine Spots im Bücherregal und Stehleuchten sorgfältig im Zimmer.

Die Dekoration im Feng Shui

Damit das Arbeitszimmer nicht zu steril wirkt, braucht es ein paar dekorative Elemente. Gerade die Wände eignen sich dafür. Allerdings sollte auch bei der Auswahl von Bildern und anderen Gegenständen umsichtig vorgegangen werden. Das zumindest raten die Experten von feng-shui.de. Das Motiv sollte einerseits zum Raum passen, andererseits mit positiven Emotionen verknüpft sein. Eine schlafende Bärenfamilie fördert nicht unbedingt die Produktivität.

Vielleicht möchten Sie die Wand hinter ihrem Rücken ausdrucksvoll gestalten. Achten Sie darauf, dass das gewählte Bild dennoch Ruhe ausstrahlt. Beruhigende Naturfotos sind eine gute Wahl. Der Kunstdruck eines massiven Wasserfalls in ihrem Rücken wühlt dagegen aber eher auf. Alternativ eignen sich zum Beispiel Zeichnungen oder Bilder von großen, symmetrischen Baumkronen. Sie sorgen für Geborgenheit und Stabilität.

Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die gerne Familienfotos am Schreibtisch aufstellen. Hier ist ebenfalls Vorsicht geboten. Überlegen Sie, ob Sie wirklich nur positive Gefühle für die Person erübrigen. Hat der Mensch unterstützende Wertvorstellungen oder gibt es Konflikte? Auch Kinderbilder sind nicht optimal. Im Feng Shui sollte nicht an der Vergangenheit festgehalten werden. Wollen Sie Fotos vom Nachwuchs um sich drapieren, dann tauschen sie diese regelmäßig mit aktuellen Versionen aus.

Uhren und Kalender haben an den Wänden nichts zu suchen. Sie erinnern immer wieder an das Verrinnen der Zeit und erzeugen Druck. Dennoch brauchen Sie wahrscheinlich Organisationswerkzeuge. Eine gute Lösung sind beispielsweise Fotokalender mit einem Naturmotiv auf dem Deckblatt. Bei der Druckerei von meine-kartenmanufaktur.de können Sie ihr Lieblingsbild nach Feng-Shui-Prinzipien auf dem Kalender anbringen.

Tragen Sie in dem Planer ihre Termine ein und schließen ihn abends. So fällt der Blick nicht auf die To-dos sondern ein Traummotiv.

Auch Pflanzen dürfen im Arbeitszimmer nicht fehlen. Sie unterstützen ein gesundes Raumklima. Besonders gut eignen sich Geld- und Gummibaum, Alpenrose, Betelpalme und Ficus. Pflanzen mit spitzen Blättern sind dagegen zu vermeiden. Abgestorbene Pflanzenteile entfernen Sie schnellstmöglich. Nur in einem Arbeitszimmer mit gesunden, lebendigen Blumen kann Erfolg entstehen.

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