Kellerabdichtung außen: Diese Kosten kommen auf Sie zu!

Kellerabdichtung außen: Diese Kosten kommen auf Sie zu!

Kommt es erst einmal zu Feuchtigkeit im Keller, dann dauert es meist nicht lange, bis es zur Bildung von Schimmel kommt. Bauherren sollten es erst gar nicht so weit kommen lassen und den Mangel an den Kellerwänden und der Kellerdecke oder gar dem Kellerboden möglichst schnell beheben.

Dabei ist es vollkommen egal, ob die Kellerabdichtung in Eigenleistung oder von einer Fachfirma durchgeführt wird. Dem Hausbesitzer muss bereits im Vorfeld klar sein, dass eine Kellerabdichtung nicht billig ist, jedoch kann sie das Haus bzw. die Bausubstanz vor gravierenden Schäden bewahren, denn so wird dem undichten Untergrund vorgebeugt.

Welche Kosten bei der Kellerabdichtung für außen fallen an?

Kostenbeispiel für eine Trockenlegung sowie eine Abdichtung:

Kostenübersicht Preis
Kellerabdichtung 25.900,- Euro
Miete für Bautrockner inklusive Stromkosten 750,- Euro
Gesamt 26.650,- Euro

Lässt man die Kellerräume von außen abdichten und beauftragt mit den Aufgaben einen Fachmann, muss man mit Kosten von 350 bis 450 Euro pro laufendem Meter Erdaushub rechnen. Notwendige Baggerarbeiten für den Aushub und alle Abdichtungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Vertikalabdichtungen sind in diesem Preis enthalten.

Zu diesen Kosten muss man die Kosten für eine Trockenlegung der Kellerräume mit einem Bautrocknungsgerät rechnen. Pro Tag muss man für ein solches Bautrocknungsgerät mit einem Mietpreis von 5 bis 10 Euro rechnen. Dazu kommen natürlich die nicht unerheblichen Stromkosten. In den meisten Fällen wird mehr als ein Bautrocknungsgerät zur Trocknung benötigt, was wiederum die Stromkosten multipliziert und in die Höhe treibt.

Die weiteren Folgekosten sollte man bei der Kellerabdichtung ebenfalls nicht vergessen. Dazu zählen durch die Sanierung im Innenbereich Putz, Estrich und Fliesen. Ratsam ist es, vor der Innensanierung einen fachkundigen Gutachter zurate zu ziehen. Gerade, wenn man als Bauherr bereits die Bildung von Schimmel in den Kellerräumen vermutet.

In einem solchen Fall muss dem Bauherren klar sein, dass eine fachgerechte Schimmelsanierung noch teurer ausfällt als eine herkömmliche Kellerabdichtung, denn deutlich mehr Aufwand ist vonnöten. Hier sollte man in jedem Fall einen Sachverständigen mit der Begutachtung beauftragen und die Arbeiten von einem Fachmann durchführen lassen.

Die Kellerdämmung kann in jedem Fall nachträglich durchgeführt werden. Auch wenn der undichte Untergrund bereits besteht, kann mit einer nachträglichen Kellerabdichtung viel erreicht werden.

Die Außenabdichtung der Kelleraußenwände

In der Regel werden Kellerabdichtungen von außen vorgenommen – es erfolgt eine Abdichtung der Außenwände. Beauftragt man einen Fachbetrieb mit der Kellerabdichtung, dann wird die Fachfirma in der Regel Zementschlämme (Dichtungsschlämme) mit Kunststoffanteilen verwenden. Diese Mischung wird nach der Ausschachtung auf die Kellerwände aufgetragen.

Für die Ausschachtung oder auch Künette wird im Rahmen von Erdarbeiten ein länglicher Graben im Erdreich rund um das Haus gegraben. Nachdem die Fachfirma das Erdreich für die Dämmung abgetragen hat, müssen die freigelegten Wände gründlich gereinigt werden. Erst dann kann mit dem Auffüllen und dem Glätten von bestehenden Hohlräumen begonnen werden. Im nächsten Arbeitsschritt wird die Fachfirma alle Fugen und die Stahlbetonsohle des Hauses abdichten.

Nachdem diese Arbeitsschritte erfolgt sind, kann der Fachbetrieb die Dichtungsschlämme zum Einsatz bringen. Nach dem Trocknen der Zementschlämme bekommt diese eine Beschichtung aus Bitumen sowie eine Abdeckung mit speziellen Dämmplatten. Diese Form der Kellerdämmung hat natürlich ihren Preis. Solche Arbeiten sollten nur von einem Fachmann durchgeführt werden, denn nur dann hat man umfassende Garantien.

Ein weiterer Vorteil der aufwendigen Kellersanierung ist die Wärmedämmung (Perimeterdämmung), die bei den Arbeiten nicht zu kurz kommt.

Stromsparendes Bautrocknungsgerät verwenden

Möchte man die Kellerräume mittels einer Beheizung trockenlegen, muss man mit einer sehr kostenintensiven Maßnahme rechnen, denn es wird viel Strom verbraucht. Deutlich weniger Energie wird mit Kondensationstrockner benötigt. Diese entziehen der Raumluft die Feuchtigkeit. Die Stromrechnung fällt bei solch einer Maßnahme deutlich geringer aus.

Bei der Trockenlegung und der Abdichtung der Kellerräume darf sich kein Kondenswasser an den Wänden absetzen. Meist kommt dies bei einer ungenügenden Perimeterdämmung (Wärmedämmung) vor. Um die Feuchtigkeit zu kontrollieren, sollte man ein Hygrometer verwenden. Des Weiteren müssen die Kellerräume regelmäßig gelüftet werden. Im Einzelfall muss man auch die Heizung anstellen.

Was beeinflusst die Kosten der Kellerabdichtung?

Bei der Kellerabdichtung kommen drei wichtige Punkte zum Tragen. Ist der Keller unbeheizt, dann ist die Sanierung am wenigsten aufwendig. Allerdings kann es hier zu verstecken Kosten kommen. Bringt man bei ungeheizten Kellerräumen Dämmstoffe an die Kellerdecke und auf den Kellerboden, hat dies einen entscheidenden Einfluss auf die Energiewerte des Hauses.

Damit die Zirkulation günstig beeinflusst wird, ist das Abdichten von Luken, Türen, Fenstern und Versorgungsrohren von großer Wichtigkeit. Würde man die Kellerräume hermetisch abschotten, würde dies den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch stören. Die fachgerechte Sanierung eines beheizten Kellers zieht unter Umständen umfangreiche bauliche Maßnahmen nach sich.

Beginnt man mit der Sanierung des Kellers, müssen Wärmebrücken und von außen wirkende Feuchtigkeit berücksichtigt werden. Nicht alle Arbeitsschritte können von Innen durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Häuser, die vor 1960 gebaut wurden. Erst seit dieser Zeit wurde mit Drainagen und mit Abdichtungen im Außenbereich gearbeitet. In jedem Fall lohnt eine Bauwerksdiagnostik durch einen Fachbetrieb. So kann man den Aufwand und die damit verbundenen Kosten einschätzen.

Akute Probleme beheben oder modernisieren?

Plant man eine Kellerabdichtung, weil es bereits zu Beeinträchtigungen oder gar Schäden gekommen ist, sollte man in jedem Fall mit einem deutlichen Mehraufwand rechnen. Es macht wenig Sinn Kellerwände gegen Wasser- und Feuchtigkeitseintritt abzudichten, wenn man das Mauerwerk nicht vorher trockenlegt. Ebenfalls unverzichtbar bei der Kellerabdichtung ist die Beseitigung von Schimmel bzw. das Auftragen von einem speziellen Sanierungsputz, wenn die Bausubstanz mit Mauersalz belastet ist.

Beispiel einer Kostenaufstellung

Möchte man einen beheizten Keller zu Wohn- oder Nutzräumen ausbauen und es gibt keine akuten Schäden, müssen die Kosten in zwei wesentliche Gruppen aufgeteilt werden.

  • Für die Außenarbeiten muss zuerst ein Erdaushub vorgenommen werden, damit eine Außendämmung der Kellerwände und des Mauerwerks durchgeführt werden kann. Führt man die Außendämmung in Eigenregie durch, muss man mit Kosten von ca. 2.000 Euro Muss man sich einen Bagger ausleihen, dann kostet dieser im Schnitt genauso viel. Lässt man die Arbeiten von einer Fachfirma durchführen, schlagen diese im Schnitt mit rund 8.000 Euro zu Buche.
  • Für die Innensanierung müssen Dämmplatten an den Wänden angebracht werden. Des Weiteren müssen die Türen und Fenster abgedichtet In den meisten Fällen müssen die Innenräume neu verputzt werden. Pro Quadratmeter muss man hier mit Kosten von rund 250 Euro rechnen. Die Kosten sind natürlich stark abhängig von der Bausubstanz und den eventuell anfallenden Maurerarbeiten. Jede zusätzliche Stunde kostet etwa 50 Euro.
Posten Kosten
Erdaushub, Dämmmaterialien, Arbeitslohn 8.000 Euro
Materialpreis für Dämmplatten Innenbereich 500 Euro
Materialpreis für Wandputz und Dichtungsmaterialien 200 Euro
Arbeitskosten für ca. 50 Quadratmeter Innensanierung 12.500 Euro
Gesamtkosten 21.200 Euro

Alle genannten Preise sind nur Richtwerte und stark abhängig von der Region, der Fachfirma und der Bausubstanz.

Die horizontale Kellerabdichtung

Kellerabdichtungen sind erst seit wenigen Jahrzehnten im Bewusstsein der Bauherren verankert. Für die meisten sind Keller und Feuchtigkeit untrennbar miteinander verbunden. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Jahrhunderte Keller immer feucht waren, denn es gab keine wirklich guten Dichtungsmaterialien. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts kamen die ersten brauchbaren Dichtungen auf den Markt. Bis sich die Kellerabdichtung wirklich durchsetzte, dauerte es aber noch Jahre.

Der Aufbau einer modernen Kellerabdichtung

Der professionelle Dichtungsaufbau ist relativ komplex. Damit Bauherren von einer jahrzehntelangen effizienten Kellerabdichtung profitieren, müssen eine Reihe von hochwertigen Materialien verwendet werden. Für einen professionellen Dichtungsaufbau muss immer von Innen nach Außen an der Außenwand gearbeitet werden.

  • Mauerwerk
  • Grundierung
  • Spezieller Putz
  • Abdichtungen auf Bitumen oder Kunststoffbasis (Bitumendickbeschichtung)
  • Perimeterdämmung unter Umständen mit einer Horizontalsperre
  • genoppte Dämmstoffe unter Umständen mit einer Horizontalsperre
  • Drainage

Für eine Horizontalsperre ist das Aufgraben des Erdreichs rund um das Haus notwendig. Jedoch darf man auf keinen Fall tiefer als 30 Zentimeter unter den Kellersockel graben. Der alte Putz bzw. Mörtel in den Steinfugen muss entfernt werden. Jetzt kann das Mauerwerk grundiert werden. So bekommt der Putz eine optimale Haftung.

Anschließend müssen die Kellerwände mit einem speziellen Putz neu verputzt werden. Dieser muss ausreichend abtrocknen, was durchaus bis zu 72 Stunden dauern kann. Nachdem der Trocknung des Putzes ist, wird die Bitumendickbeschichtung aufgetragen. Bei einem Erdreich mit Sickerwasser reicht eine Stärke von 3 bis 4 mm.

Ist drückendes Wasser vorhanden, muss die Dickbeschichtung eine Stärke von 7 mm haben. Die Bitumendickbeschichtung sollte in zwei Lagen mit einem zusätzlichen Netz zur Bewehrung aufgetragen werden. Anschließend wird die Perimeterdämmung mit Bitumen aufgeklebt. Auf die Perimeterdämmung kommt eine Noppenbahn, die sich später an die Dämmung anpresst. Jetzt kann das Drainagerohr verlegt werden.

Wann muss eine Kellerabdichtung von außen erfolgen?

Bei feuchten Kellerräumen ist die Kellerabdichtung Standard. Welche Form der Kellerabdichtung sinnvoll ist, soll immer der Bausachverständige nach einer umfassenden Begutachtung entscheiden. Je nachdem, welcher Lastfall vorliegt und man weiß, woher die Feuchtigkeit in den Kellerwänden und im Kellerboden stammt, ist klar, welche Sanierungsmaßnahme erfolgen muss.

Ist die Außenabdichtung nicht zwingend nötig, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten der Kellerabdichtung von Innen. Dies ist deutlich günstiger, denn die Kellerabdichtung von außen ist die teuerste Variante, da hier immer umfangreiche Erdarbeiten anfallen. Der Lastfall sollte immer von einem Sachverständigen ermittelt werden.

Kellerabdichtung mit KfW-Förderung

Für die künftige Energieeffizienz eines Hauses ist die Kellerabdichtung unabdingbar. Aus diesem Grund wird die Kellersanierung auch von der KfW gefördert. Mit einer energieeffizienten Kellerabdichtung können Hausbesitzer auf Dauer sparen. Für eine energetische Kellerabdichtung kann man von der KfW-Kredite bis zu 50.000 Euro mit einem effektiven Jahreszinssatz von 0,75 % bekommen.

Für eine effiziente Kellerdämmung werden von der KfW Richtwerte ausgesprochen. Jedoch muss man bedenken, dass man den Antrag bei der KfW für einen kostengünstigen Kredit im Rahmen der Kellerabdichtung vor der geplanten Baumaßnahme stellen muss. Für die Gewährung des Kredites kann es hilfreich sein, wenn man mithilfe eines Sachverständigen den Lastfall und die erforderlichen Baumaßnahmen mit den entsprechenden Richtwerten belegen lässt.

Nachteile einer Kellerabdichtung von Innen

Möchte man den Keller von Innen abdichten, muss man diesen ausräumen und kann ihn während der Baumaßnahme nicht nutzen. Dies kann Nachteile mit sich bringen. Weitere Nachteile sind, dass sowohl die Kellerwände wie auch der Kellerboden feucht bleiben. Dies wirkt sich im Laufe der Zeit negativ auf die Bausubstanz aus.

Nachteile einer Kellerabdichtung von außen

Auch die Kellerabdichtung von außen bringt Nachteile mit sich. Auf der einen Seite werden durch das Aufgraben des Erdreichs und sonstigen Erdarbeiten die Außenanlagen sowie der Außenbereich zerstört und auf der anderen Seite kann es zu weiteren nicht vorhersehbaren Kosten kommen. Zudem ist eine Kellerabdichtung von außen nicht immer technisch durchführbar.

Zusammenfassung

Baut man ein Haus neu, dann sollte man als Hausbesitzer auch an die fachgerechte Kellerabdichtung denken. Die Kellerdämmung ist zwar nachträglich möglich, verursacht aber immense Kosten, denn es sind Erdarbeiten sowie ein Aushub erforderlich. Bei älteren Immobilien ist die Kellerabdichtung ebenfalls möglich, sobald sich im Keller Feuchtigkeit und im schlimmsten Fall auch Schimmel bildet.

Je nach Lastfall, der von einem Sachverständigen bestimmt werden sollte, kann die Kellerabdichtung von Innen oder von außen erfolgen. Werden mit der Kellerdämmung bestimmte Richtwerte erzielt, kann man von einem kostengünstigen Kredit der KfW profitieren.

Artikelbild: bildlove / Bigstock.com

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